Digital Detox – Meine Tipps für die digitale Auszeit

Mein Handy gehört zu meinem Alltag und vor allem auch zu meiner Arbeit. Es ist mein Kalender, mein Musikplayer, mein Navi, mein Kontakt zur Welt. Aber irgendwann war es auch das Erste, das ich morgens in die Hand genommen habe und das Letzte, das ich abends aus der Hand gelegt habe. Ganz schleichend hatte sich mein Leben immer mehr auf einen kleinen Bildschirm verdichtet. 

In einer Phase, in der mein Körper ohnehin schon angeschlagen war, wurde mir klar, wie sehr mich genau diese Dauerverbindung stresst. Wie sehr ich mich nach Abschalten sehne und dass dazu vor allem das Abschalten meines Handys gehört. Deswegen baue ich mir nun ganz bewusste digitale Auszeiten in mein Leben ein und mache regelmäßig Digital Detox. In diesem Artikel erzähle ich dir, wieso genau und vor allem, wie ich das mache. 

Was Digital Detox für mich bedeutet

Digital Detox ist das bewusste Verzichten auf digitale Berieselung. Das kann ganz unterschiedlich gestaltet sein. Über Stunden, Tage oder auch Wochen. Manche machen es täglich, andere suchen sich dafür eine bestimmte Zeit im Jahr aus. 

Für mich geht es beim Digital Detox vor allem um eine Sache: Es geht darum, wieder in Verbindung zu kommen. Mit mir, mit meinem Körper, mit dem Moment. Und dafür brauche ich eine Pause vom Außen, von dem, was mich aus mir herauszieht. Eine digitale Auszeit, vor allem von Social Media, ist dafür eine wunderbare Grundlage. Denn nirgendwo sind wir so im Außen und mit Präsentieren, Wirken und Beurteilen beschäftigt wie auf Instagram & Co. 

Dabei geht es mir gar nicht darum, dass ich Social Media verteufeln will. Ich liebe dieses Medium und die Möglichkeiten, die dadurch entstehen. Aber ich brauche regelmäßige Pausen davon, um meinem Nervensystem die Möglichkeit zu geben, komplett herunterzufahren. 

Welchen Einfluss ein Digital Detox auf unser Nervensystem hat

Unser Nervensystem ist wie ein feines Schaltzentrum. Es registriert, ob wir sicher sind oder in Gefahr. Ob wir entspannen dürfen oder bereit sein müssen für Flucht oder Kampf.
In unserem meist hektischen Alltag leben die meisten von uns sehr viel im sogenannten sympathischen Modus: angespannt, wach, schnell, leistungsbereit. Das ist der Teil des Nervensystems, der uns antreibt.

Aber auf Dauer kann uns dieser Zustand krank machen. Das liegt daran, dass uns der Ausgleich fehlt, der Zugang zum parasympathischen System. Also zu dem Teil, der für Regeneration zuständig ist. Für Ruhe, Verdauung, Heilung, Erdung.

Digital Detox kann uns dabei helfen, genau diesen Zugang wieder zu öffnen.
Denn wenn wir unser Handy weglegen, dann kann sich unser Nervensystem nach und nach entspannen. Weil es nicht mehr ständig Reizen ausgesetzt ist und dadurch nicht mehr in ständiger Dauer-Alarmbereitschaft. 

Was Cortisol mit digitaler Reizüberflutung zu tun hat

Wenn wir dauerhaft in diesem „Reaktionsmodus“ sind,  also ständig erreichbar und stimuliert, produziert unser Körper vermehrt Cortisol. Cortisol ist das Hormon, das uns in Stresssituationen hilft: Es macht uns wach, fokussiert, handlungsbereit. Es bringt uns in Alarmbereitschaft.

Das ist großartig, wenn wir tatsächlich in Gefahr sind. Aber in unserem digitalen Alltag passiert das andauernd und zwar ohne, dass wir echter Gefahr ausgesetzt sind: Bei jeder Mail, jeder Nachricht, jedem Ton, jedem Licht auf dem Display. Das Problem ist, dass unser Körper nicht u